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KI-gestützte Low-Code-Entwicklung für Verwaltungen

Erfolgreicher erster Demo Day: KI-gestützte Low-Code-Entwicklung für Verwaltungen in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule und dem NEGZ · Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung.

Bei sommerlichen Temperaturen haben sich rund 50 Verwaltungsdigitalisierer:innen und Interessierte mit den aktuellen Möglichkeiten KI-gestützter Low-Code-Entwicklung auseinandergesetzt. Die zentrale Erkenntnis des Tages: KI ist bereits heute in der Lage, die Entwicklung digitaler Verwaltungsanwendungen erheblich zu beschleunigen. In den Demonstrationen entstanden innerhalb kürzester Zeit erste Bürger-Apps, Datenmodelle, Formulare und Prozessentwürfe.

Hier wurde sichtbar, wie viel „Zauber“ bereits heute in KI-gestützten Entwicklungsprozessen steckt: Screenshots wurden in Sekunden in Datenmodelle überführt, Formulare mit Prompts generiert und erste Anwendungen innerhalb weniger Minuten prototypisch umgesetzt. Das Publikum schätzte darüber hinaus auch die intuitiven Tools mit modernem UI. 

Mehrere männliche Personen sitzen mit Laptops an einem Arbeitstisch

In den Breakout-Sessions wurden beispielhaft eine Bürger-App (Mängelmelder) sowie ein verwaltungsnahes Genehmigungsverfahren (Anwohnerparkausweis) entwickelt. Natürlich konnte in der verfügbaren Zeit keine vollständige produktionsreife Anwendung entstehen, dennoch konnten erste funktionsfähige Prototypen im Zusammenspiel mit Ideen aus dem Publikum für zusätzliche Funktionen entstehen. Das Interesse, die gezeigten Ansätze weiter auszuprobieren, war entsprechend groß.

Der Demo Day zeigte auch, dass die Palette von Low-Code-Plattformen vielseitig ist: von der eierlegenden Wollmilchsau ServiceNow, die verschiedene Tools und Abläufe in Organisationen schnell miteinander integrieren kann, über die nutzerzentrierte App-Entwicklung mit Intrexx sowie der Open-Source-Lösung Structr, bis hin zu schneller Prozessentwicklung dank nachvollziehbarer BPMN-Modellierung der CIB Group. Die vier ausgewählten Anbieter wurden im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens aus insgesamt elf Einreichungen ausgewählt. Neben den vier präsentierten Lösungen gab es sieben weitere sehr spannende Bewerbungen, die aufgrund der begrenzten Anzahl an Demo-Plätzen leider nicht berücksichtigt werden konnten. Unser Ziel war es, eine möglichst vielfältige Anbieterlandschaft abzubilden und so unterschiedliche Perspektiven auf KI-gestützte Low-Code-Entwicklung in der Verwaltung aufzuzeigen.

3 Personen stehen vor einem Tisch mit einem aufgeklappten Koffer. In dem Koffer befinden sich Büromaterialien.

Neben den Highlights wurden auch die aktuellen Grenzen der Technologie sichtbar. So funktionieren umfassende „Super-Prompts“ bislang nur eingeschränkt, komplexere Fachlogiken müssen weiterhin strukturiert modelliert werden und die Integration zusätzlicher Komponenten – etwa Karten- und Standortdienste, Bibliotheken oder bestehender Systemlandschaften – bleibt eine wichtige Aufgabe. Auch Themen wie Barrierefreiheit, Standardkonformität und die Einbettung in bestehende Verwaltungsstrukturen werden die weitere Entwicklung prägen. Hier können Low-Code-Lösungen mit Standardnotationen wie BPMN die Prüfung der generierten Artefakte für Menschen ermöglichen, um Human-in-the-Loop zu gewährleisten.

Prof. Dr. Isabell Peters von der Technischen Hochschule Wildau gab uns noch zentrale Leitfragen auf den Weg: Wie gelingt die Integration in bestehende Fachverfahren und Legacy-Systeme? Welche Governance-Mechanismen sind erforderlich, um Qualitätsprobleme sowie Schatten-IT zu vermeiden? Wie offen und transparent sind die Plattformen? Und welchen konkreten Mehrwert liefert KI tatsächlich für die Entwicklung und den Betrieb digitaler Verwaltungsanwendungen?

Eine Frau steht unterhalb eines großen an einer Wand montierten Bildschirm

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden, die beteiligten Anbieter sowie an Ulf Schitkowsky vom Computacenter im Ullsteinhaus für die Gastfreundschaft und die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Besonderer Dank gilt außerdem Jan Gottschick für die Moderation einer Demo-Session.

Copyrights Bilder: Christian Weidner, Nora Mallé | TH Wildau

Über den nächsten Demo Day halten wir Sie auf unserer Website sowie über unseren LinkedIn-Kanal auf dem Laufenden. 

Aktualisiert am 19.10.2026

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